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Duales Studium zur Web-Entwicklerin

Blog-Eintrag -

Duales Studium zur Web-Entwicklerin

Chrissy arbeitet seit August 2017 bei Basilicom. Gleichzeitig studiert sie an der design akademie berlin, SRH Hochschule für Kommunikation und Design dual Web Development im Bachelor. Wie ihr Alltag zwischen Studium und Arbeit aussieht, berichtet sie hier. Sie erzählt, wie das duale Studium aussieht und warum sie sich dafür entschieden hat.

Wie sieht das duale Studium eigentlich aus?

Es ist knapp 12.30 Uhr in Kreuzberg, Berlin, da packe ich meinen Laptop und Arbeitsmaterialien in meinen Rucksack und verlasse die Uni. Nachdem ich mir etwas zu Essen geholt habe, mache ich mich auf den Weg nach Moabit, in die Sickingenstraße, zu Basilicom. Diese Routine wiederholt sich nur einmal pro Woche. An zwei Tagen konzentriere ich mich ganz auf die Arbeit als Frontend-Entwicklerin; an den anderen Tage bin ich mit Uni und Hausaufgaben beschäftigt, so wie viele andere Studenten auch.

Meine Arbeitszeit kann ich aber im Studium anrechnen lassen. Die Projekte bei Basilicom, Aufgaben und Herausforderungen dort sind ein wesentlicher Bestandteil des Studiums. Möglich ist das, weil Prof. Gabor Kovacs, Prodekan im Fachbereich Design, Onlinekonzeption und Entwicklung an der Design Akademie Berlin, sich dafür eingesetzt hat, den Studiengang Web Development B.A. dual zu gestalten. Er hat erkannt, dass Praxis und die damit verbundene Erfahrung wichtig für die Lernkurve im Studium sind. Während ich in der Agentur als Junior-Frontend-Entwicklerin mit typischen Herausforderungen des Entwickelns konfrontiert werde, darf ich mich in der Uni zu den Themen Marketing, Kommunikation, Konzeption, Gestaltung und letztendlich Fullstack-Programmierung ausprobieren.

Wie gestaltet sich der Workflow bei Basilicom?

Vom Aufsetzen eines neuen Projektes mit Docker über Arbeiten mit Git bis hin zum Deployment: Was als Einsteigerin für mich mit viel Magic zu tun hatte, ist nun Routinearbeit, bei der ich immer mehr das Gefühl habe, souverän damit umzugehen. Merge-Konflikte, Bugfixing und Zeitmanagement sind zum Teil schweißtreibende Herausforderungen, mit denen ich mit der Zeit immer besser umgehen kann. Zur Abwechslung darf ich in der Uni an weiteren praktischen Projekten (z. B. Online Magazin from Scratch) konzeptionell und gestalterisch kreativ arbeiten, welches meinen Wochenalltag sehr gut abrundet.

Warum habe ich mich für ein duales Studium entschieden?

Ich habe schon eine Ausbildung zur Mediengestalterin Digital und Print abgeschlossen, jedoch ist mir damals im Praktikum bewusst geworden, wie wichtig eine Rolle als kommunikative Schnittstelle zwischen IT und Design ist. Man wird oft sowohl von Programmierern als auch Designern herangezogen: von Developern, weil sie Unterstützung brauchen, und von Designern, weil sie das Design mit den Möglichkeiten im Frontend abstimmen müssen. Ich habe dann angefangen, an der TU Berlin Medieninformatik zu studieren, aber nach sieben Monaten abgebrochen. Meine Vorstellungen, was ich machen wollte, waren schon zu konkret, und rein theoretische Fächer wie Lineale Algebra und Assemblerprogrammierung haben mir nicht weitergeholfen auf dem Weg zu meinem Ziel.

Wie kam ich zum BA-Studium?

Mit der Zeit, die verging, wurden meine Sorgen, den Anschluss an neue Webtechnologien zu verpassen, größer. Ich hatte dann jede Menge Glück, denn bei der Recherche für Jobs und alternative Studiengänge kam ich zu Basilicom und der design akademie berlin. Bürokratische und organisatorische Unsicherheiten sowie die Frage nach der Kooperation mit einem Arbeitgeber waren Hürden. Die waren aber schnell überwunden, sodass ich mich nach zwei Semestern unglücklichen Studierens endlich auf das konzentrieren kann, was ich wirklich will: Full-Stack-Web-Development. 50 Prozent Frontend, 50 Prozent Uni – für mich ein ideales Verhältnis.

Das sind die Herausforderungen

Das ganze Studienkonzept ist für die Hochschule, meinem Arbeitgeber und mich neu. Da hatte ich anfangs schon Sorgen, weil ich nie genau wusste, ob alles geklärt ist oder wir uns noch in formellen Grauzonen bewegen. Mittlerweile ist aber zwischen allen eine enge Kooperation entstanden, mit viel Austausch, und alle haben mitgearbeitet, um die Bedenken zu zerstreuen.

Natürlich ist das duale Studium auch inhaltlich spannend.

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